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Hynobius retardus Foto: Henk Wallays |
Vorkommen:
Insel Hokkaido, Japan
Größe:
bis zu 18 cm
Geschlechtsunterscheidungsmerkmal:
Weibchen bleiben etwas kleiner
Beschreibung:
Hynobius retardus ist ebenfalls ein recht stattlicher Vertreter. Die Körperoberseite ist in einem bräunlichen Farbton gehalten wo sich dunklere Nuancierungen, ebenfalls in brauntönen, gut abzeichnen. Die Bauchseite ist etwas heller. Der Kopf ist vom Rumpf gut abgesetzt. Die Augen sind groß und dunkel und sind seitlich am Kopf angeordnet. Die Körperform ist kräftig, ebenso sind die Beine recht gut entwickelt und mit 4 Zehen an den Vorderbeinen und 5 Zehen an den Hinterbeinen ausgestattet. Der Schwanz ist kürzer als der Rumpf und in der Landphase rund. In der Wasserphase verbreitert sich der Schanz zu einem Ruder.
Verhalten/Pflege:
Hynobius retardus gehört nicht zum Fließwassertyp. Die Pflege erfolgt am günstigsten in einem Aquaterrarium, wobei der Wasserstand im Herbst und vor allem im Frühjahr größer und auch höher sein kann. Die Tiere sind nacht- und dämmerungsaktiv. Der Temperaturbereich liegt wie bei allen anderen Hynobius-Arten in einem für Mitteleuropa typischen Bereich. Temperaturen bis zur 26°C während der Hochsommerzeit, die im allgemeinen zwischen drei und vier Wochen betragen kann, werden gut vertragen. Sollte man die Möglichkeit haben eine kühlere Hälterung während dieser Phase anbieten zu können, dann sollte man es auch tun. Bis zum heutigen Tag ist es noch nicht geklärt ob und welche Spätfolgeerscheiungen bei dieser, auch nur kurzen, Temperaturerhöhung auftreten können.
Nahrung:
Regenwürmer, Schnecken, Asseln, Schaben
Zusammenfassung/Diskussion:
Hynobius retardus ist ein sehr stattlicher Vertreter seiner Gattung. Hin und wieder wird H. retardus auch in Gefangenschaft gepflegt. Berichte über eine erfolgreiche Vermehrung sind bis jetzt wohl noch nicht veröffentlicht worden. Bedauerlicher Weise sind die Freunde die sich intensiv mit der Haltung, Pflege und Zucht von Hynobius-Arten beschäftigen in der Minderheit. Dennoch sind Hynobius sehr ausdauernde Pfleglinge und erfreuen den Besitzer durch ihre, besonders zur Fütterungszeit gesteigertete, Aktivität. Da H. retardus nicht zu den Vertretern der Fließwassertypen gehört, sind wohl die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachzucht weitaus besser gegeben wie bei den Tieren die zum Fließwasertyp gehören. Warum und weswegen die Nachzucht nicht gelingt kann im Moment wohl niemand sagen. Es bedarf dazu wohl noch einiger zielgerichteter Beobachtungen, was wohl durch das mangelnde Angebot von Hynobius etwas eingeschränkt zu sein scheint.
Foto: Henk Wallays
henk.wallays@skynet.be
Text: PeFraDi.
peterfrank.dippold@gmx.net
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