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Nur aus dem Raum Hongkong bekannt. |
Die Tiere erreichen eine Länge von ungefähr 15 cm. Die Oberseite ist meist schwarz, kann aber auch ins bräunliche übergehen. Die Bauchseite ist schwarz und mit unterschiedlich großen, mehr oder weniger rötlichen Flecken versehen. Auf eine weitere Beschreibung möchte ich verzichten und statt dessen auf das Bildmaterial verweisen.
Zumeist im Herbst wird der Chinesische Warzenmolch, Paramesotriton chinensis, in relativ großer Stückzahl und zu alle dem auch noch recht preiswert angeboten. Die angebotenen Tiere scheinen allerdings mit zunehmender Sicherheit hongkongensis oder P. fuzhongensis zu sein.
Im "Lexikon der Terraristik" (Obst, Richter, Jacob) wird der Hongkong Warzenmolch als Warmwasserform beschrieben, welche wie Cynops ensicauda zu pflegen ist. Das würde einen Temperaturbereich von bis zu 26°C bedeuten; Rimpp gibt in "Salamander und Molche" allerdings höchstens 20°C an.
Wie die Hongkongmolche nun "richtig" gepflegt werden, vermag ich auch nicht zu sagen. Ich habe in den 70er und 90er Jahren Paramesotriton hongkongensis gepflegt, was ich hier kurz skizzieren möchte.
Die ersten Hongkongmolche habe ich bei Temperaturen von 15 bis 16°C im Winter und 18° bis 22°C im Sommer gepflegt. Es handelte sich dabei jeweils, um Wildfänge, die sich problemlos eingewöhnen ließen. Bei dieser Haltungsform zeigten die Tiere keinerlei Paarungsbereitschaft. Das Anheben und Absenken des Wasserstandes, die Überwinterung im Flachwasserbereich oder an Land, die zwangsweise eingelegte Futterpause, die Verkürzung und Verlängerung der Beleuchtungsdauer etc. p. p. konnten die Hongkongmolche zu keinerlei Paarungsaktivitäten veranlassen. Die Molche wurden, wie auch die Folgenden, in einem großen Aquaterrarium (4/5 Wasser von 0 bis 12 cm und 1/5 Land) gepflegt. Im Wasserteil befinden sich reichlich Elodea-Ranken, Javamoos und größere Steine als Versteckplätze. Bei den Tieren handelte es sich um 1,2. Rivalitätskämpfe oder andere Unverträglichkeiten konnten nicht beobachtet werden.
Die zweiten Hongkongmolche erwarb ich im Herbst 1995. Da ich die Tier relativ preiswert erstehen konnte, entschied ich mich dazu eine größere Anzahl zu nehmen. Ich setzte mehrere Gruppen von ca. jeweils drei Pärchen in je ein Becken. Bei diesem Besatz habe ich die Unverträglichkeit der Hongkongmolche untereinander festgestellt, wie sie auch in "REPTILIA" Nr. 8 (s. u.) kurz beschrieben wird. Die rivalisierenden Tiere unterdrücken die unterlegenen Tiere so lange bis sie sterben. Das Verhalten wird aber nur dann sichtbar, wenn man Tiere unterschiedlichen Geschlechts zusammen in einem Behälter pflegt. Wenn man zum Beispiel mehrere Männchen in einem Behälter pflegt, also ohne Weibchen, dann verstehen sich die Tiere auch ganz gut. Haben die unterdrückten Tiere die Möglichkeit, das Land aufzusuchen, tun sie es auch. Die Tiere bleiben dann auch auf dem Landesteil, nehmen Futter an und vermeiden es in aller Regel, das Wasser wieder aufzusuchen. Auch wenn die Behälter sehr großzügig sind, ist es auf Dauer gesehen keine Haltungsform, da die Tiere früher oder später wieder ins Wasser drängen. Deshalb trennte ich die Tier und stellte Gruppen von jeweils 1,2 bis 1,3 und einmal 2,4 in einem sehr großen Behälter mit vielen Versteckmöglichkeiten zusammen. Die Unterbringung erfolgte analog den ersten Tieren. Allerdings befanden sich diesmal die Aquaterrarien in meinem Molchzimmer. Die Winter 1995/96 und 1996/97 waren recht kalt, was sich auch auf die Temperaturen in dem Hongkongbecken auswirkte. Das Temperaturminimum lag über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen bei 6°C und über 8 Wochen bei 8°C. Bei meiner kalten Überwinterung der Molche stellten die Tiere bei einer durchschnittlichen Temperatur von ca. 8°C die Nahrungsaufnahme bis auf ein Weibchen völlig ein. Im Gegensatz dazu wurden im Sommer kurzzeitig Temperaturen von 29°C erreicht. Meine Urodelen verbringe ich jedes Jahr wenn es die Temperaturen zulassen, meist zwischen März und Mai, in Freilandterrarien. Die Wassertemperatur bei den Molchen kann im Hochsommer dabei auch schon einmal bis zu 29°C betragen. Das Wasser wird aber hier im Gegensatz zu den anderen Behältern nicht gekühlt. Im Frühjahr 1996 wurden die Männchen Paarungswillig und balzten bei einer durchschnittlichen Temperatur ab 14°C unaufhörlich die Weibchen an. Dabei wurden die bläulich schimmernden Schwanzbinden bei den Männchen besonders auffällig. Dazu vergrößert sich die Kloake. Alles ohne Erfolg! Im Herbst 1996 das gleiche Spiel, allerdings kürzer. Im Frühjahr und Herbst 1997 dasselbe Verhalten. Allerdings balzten die Männchen nun auch noch bei Temperaturen von 14° bis 12°C die Weibchen an. Anfang Dezember 1997 wurde es für 10 Tage kalt und die Temperaturen sanken in den Hongkongbecken auf 10°C ab. Damit erloschen auch die Paarungsaktivitäten. Ein Witterungswechsel bescherte uns in der zweiten Dezemberhälfte 1997 frühlingshafte Temperaturen und grüne Weihnachten. Meine Arbeiten in den Molchbehältern beschränkte sich zu diesem Zeitpunkt auf Kontrollen. Auf Grund der milden Witterung stieg die Temperatur in meinen Hongkongbecken bis zur zweiten Januarwoche 1998 auf 12°C an und es schien so als ob sich ein Hongkongweibchen zwischen Weihnachten und Neujahr anschickte Eier zu legen. Dem ließ ich allerdings keinerlei Beachtung zukommen und das aus folgenden Gründen. Der Erste ist für mich der Umstand das meine Hongkonger noch nie gelaicht hatten und ich der Überzeugung war, daß sie bei mir auch nicht ablaichen werden. Und im Winter bei den Temperaturen schon gleich gar nicht. Der Zweite sollte mich allerdings in der Annahme auch noch bestätigen. In der "REPTILIA" Nr. 8, S. 3 steht in einem Leserbrief von Henk Wallays: " . . . Zwar werden die vorgeschlagenen Temperaturen der Überwinterung (vergl. "REPTILIA" Nr. 1, S. 78, dort wird die Überwinterungstemperatur zwischen 5 und 8°C empfohlen) die Paarungsbereitschaft der Tiere auslösen, doch sind sie zu niedrig. 12°C ist optimal für Paramesotriton. Die niedrigen Temperaturen führen zu einem großen Eiverlust (keine Entwicklung) und sehr schwachen Larven, evtl. Sogar zum Tod der Tiere." Für mich eben auch der ausschlaggebende Punkt das meine Tiere gar nicht laichen können, auch wenn es in etwa so aussehen könnte. Bei einem meiner üblichen Kontrollrundgänge (30. 12. 1997) schnitt ich mir den linken Ringfinger, unmittelbar beim hantieren an einem meiner Hongkongbecken, fast ab. Ich war ja der Meinung das ein Hongkongweibchen Eier ablegen würde. Es sah ja wenigstens so aus und weil ich von Haus aus ein wissensdurstiger Mensch bin, wollte ich doch noch nach dem evtl. Vorhandensein von Eiern Ausschau halten. Da mir beim ausleuchten des Beckens das Mißgeschick mit dem Finger passierte, verzichtete ich vorläufig auf eine weitere Kontrolle und rannte schnell zum Chirurgen, der mir freundlicher Weise den Finger wieder annähte und zwecks besserer Heilung und dem zusammenwachsen der Sehnen gleich die ganze Hand und den Unterarm eingipste.
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Am 3. 1. 1998 kontrollierte ich meine Terrarien wieder ausgiebig und gründlich. Dabei entdeckte ich dann zu meiner Freude die Eier bei den Hongkongmolchen. Die vorhandenen Eier entnahm ich mit den Elodea-Ranken und brachte sie in einer Wasserschale mit der Größe von 17x17x8 cm (LxBxH), Wasserstand 3 cm, Temp. 17 bis 19°C, unter. Die Temperaturen sanken gelegentlich auch bis auf Werte von 16°C. |
Die Weibchen legten noch einige Eier ab, welche ich noch bei den Tieren beließ und erst ende Januar separierte. Die zuletzt entnommenen 53 Eier habe ich in meinem Molchzimmer (Temperatur im Januar 1998 ca 9°C) belassen. Die Eier sahen in den ersten Tagen unverändert aus, wurden allerdings später trüb und sind alle abgestorben. Hier mache ich die zu niedrige Temperatur zum ausschlaggebenden Faktor.
Die ersten zwei Larven schlüpften am 18. 1. 1998. Diese beiden Larven waren allerdings nicht richtig entwickelt und schienen auch kein Futter aufzunehmen. Am 31. 1. 1998 sind die beiden Larven gestorben. Vom 30. 1. 1998 bis 8. 2. 1998 sind alle anderen Larven geschlüpft. Es waren insgesamt 38. Unbefruchtete oder verpilzte Eier habe ich nicht feststellen können. Die Larven wurden mit Novo tom und Nobil fluid (beide JBL, Aufzuchtfutter für Zierfischbrut) die ersten Tage angefüttert, später mit gefrorenen Cyklops. Als die Larven etwas größer waren, wurden, anfangs zerschnitten, rote Mückenlarven, Tubifex und Enchyträen verfüttert. Tümpelfutter stand zur dieser Jahreszeit nicht zur Verfügung. Dabei macht sich eine Besonderheit der Hongkonger bei der Futteraufnahme sehr gut: die Tiere sind Aasfresser. Man kann die Larven ohne weiteres mit fein zerriebenen Regenwürmern und dgl. füttern. Ein häufiger Wasserwechsel ist ohne hin erforderlich. Nach der Metamorphose bleiben die Jungmolche im Wasser. Somit ist eine günstige Ausgangsbasis für eine problemlose Aufzucht bestens gegeben. Die Jungmolche sind bei optimaler Haltung und Fütterung bereits mit zwei Jahren erwachsen und können sich fortpflanzen.
Der Vollständigkeit möchte ich noch etwas anfügen. Im September 1997 wurden wieder Hongkongmolche angeboten. Erst als hongkongensis, später als chinensis. Natürlich habe ich von dem Angebot Gebrauch gemacht, zumal ich annahm auf diese Art und Weise in den Besitz von P. chinensis zu kommen. Die Tiere pflege ich im Winter bei ca 12 bis 14°C. Der Wasserstand beträgt 5 cm. Die Tiere sind aktiv und fressen.
PeFraDi.
peterfrank.dippold@gmx.net
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